Die vergangene Woche hatte ich nicht so wirklich Abwechslung. Ich kurierte meinen Rücken aus und kann heute sagen, dass es mir langsam wieder so gut geht, dass ich wohl ab morgen wieder laufen gehen kann. Das sollte ich auch dringend tun, denn noch einen Hexenschuss möchte ich wirklich (erst einmal) nicht bekommen!
Das vergangene Wochenende war nach der Schonung wirklich schön und sehr abwechslungsreich. Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Marburg, wo wir uns mit meinem Vater und seiner Freundin trafen. Wir bummelten durch die Stadt und über den Weihnachtsmarkt, aßen wirklich lecker und fuhren abends spät zu ihnen nach Hause.
Am Sonntag frühstückten wir gemeinsam und machten dann schon einmal vorgezogene Bescherung, da wir uns in der nächsten Woche nicht sehen werden. Die Tage waren wirklich sehr schön, entspannt und lustig. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Heimweg und den Abend verbrachte ich bisher damit, meinen neuen Kalender zu beschreiben. Ob es wohl noch jemanden gibt, der das so gern macht wie ich?
Die nächste Woche wird bestimmt stressig, aber auch sehr schön. Morgen treffen wir uns mit meiner liebsten Brieffreundin und ihrem Freund (unseren Trauzeugen, übrigens - immerhin sind wir seit Freitag ein halbes Jahr verheiratet... <3 ) zum Frühstück und danach geht es auf den Markt, ganz viel einkaufen!
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3. Advent | 2015
Dienstag, 15. Dezember 2015
Der dritte Advent war ... ganz anders, als vorher geplant. Von Samstag gibt es ja einige Bilder, die direkt zu meinen 12 von 12 gewandert sind. Am Sonntag wollten der Liebste und ich dann eigentlich gemeinsam nach Potsdam, unsere Alma Mater besuchen, über den Weihnachtsmarkt bummeln und spazieren gehen. Abends sollte dann unser Zug zurück nach Hause fahren. Tja. Während ich mich am Sonntag anzog, machte es plötzlich einen Ruck und ich hatte einen Hexenschuss - übrigens den ersten in meinem Leben. Da ich schon Wochen zuvor Rückenprobleme hatte, wunderte mich das zwar nicht, es tat aber trotzdem höllisch weh. Ich schaffte es noch, in einen Stuhl zu sinken - den Rest regelte dann der Liebste. Er ging zur Rezeption und sagte Bescheid, dass wir länger bleiben würden, holte mir Frühstück, buchte unsere Züge um... Einfach alles. Ich war so dankbar! bis der Mittagszug fuhr, wirkten auch langsam die Schmerztabletten; zumindest so gut, dass ich halbwegs transportfähig war. Zurück zu Hause ging es für mich direkt in die Arztnotrufzentrale und dann nach Hause, erst auf's Sofa, dann ins Bett.
Kein schöner dritter Advent, aber bestimmt ein erinnerungswerter. Nur die Enttäuschung, dass wir nicht nach Potsdam fahren konnten und noch dazu unnötige Ausgaben für die Umbuchung der Züge hatten, an der knabbere ich noch etwas.
Kein schöner dritter Advent, aber bestimmt ein erinnerungswerter. Nur die Enttäuschung, dass wir nicht nach Potsdam fahren konnten und noch dazu unnötige Ausgaben für die Umbuchung der Züge hatten, an der knabbere ich noch etwas.
12 von 12 | Dezember
Montag, 14. Dezember 2015
Da ich momentan noch einen ganz fiesen Hexenschuss habe - nur ganz schnell meine 12 Bilder die ich am 12. Dezember - dieses Mal in Berlin - gemacht habe!
Mehr 12 von 12 gibt's wie immer bei Caro
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2. Advent | 2015
Dienstag, 8. Dezember 2015
Dieser 2. Advent war wirklich schön, sehr entspannend und auch entspannt. In den Samstag startete ich recht spät - dafür aber wirklich ausgeschlafen. Wir frühstückten, räumten ein bisschen herum und machten es uns dann mit Plätzchen und Tee auf dem Sofa gemütlich. Das war wirklich gut und auch mal wieder nötig. In der letzten Zeit fiel es mir immer schwerer, einfach mal nichts zu tun - ohne schlechtes Gewissen - aber am Samstag ging es schon besser und ich hatte nicht das Gefühl, etwas zu 'verpassen' oder etwas anderes, wichtigeres tun zu müssen. Zwischendurch kam mein Bruder mit seiner Freundin vorbei, um das Nikolausgeschenk meines Vaters abzugeben und wir plauderten ein bisschen. Gegen Nachmittag klingelte es dann und der lang gewünschte und ersehnte Tageslichtwecker kam endlich an!
Dazu muss man wissen, dass es mir schon seit dem Herbst unglaublich schwer fällt, morgens aus dem Bett zu kommen. Eigentlich kenne ich mich als Menschen, der häufig aufwacht und direkt 'da' ist. Ich kann - eigentlich, wie gesagt - schlecht im Bett liegenbleiben, mich nochmal rumdrehen und wieder wegdösen. Tja. Das Wetter und die Arbeitszeiten haben sich allerdings inzwischen verbündet und so muss ich zum einen nicht zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit am Morgen aufstehen, zum anderen kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann zum letzten Mal morgens die Sonne schien oder auch nur der Himmel klar war... Das führte dazu, dass ich ständig müde und erschöpft war, am liebsten nur noch geschlafen hätte und morgens irgendwie nichts mehr auf die Reihe kriegte. Dieser neue Wecker funktioniert bis jetzt aber wirklich gut. Er simuliert den Tagesanbruch und wird, innerhalb einer halben Stunde, heller und heller. So war ich dann heute morgen z.B. um acht Uhr wach und fühlte mich tatsächlich mal ausgeschlafen, yey! Noch dazu hat der Wecker auch eine Dämmerfunktion, die ich abends zum einschlafen nutze. Ich kuschele mich als ins Bett, stelle die Dämmerfunktion auf 30 Minuten und bekomme den Schluss meist schon gar nicht mehr mit...
Auf jeden Fall eine gute Sache für mich!
Am Sonntag, das erste Mal vom Tageslichtwecker gegen halb zehn geweckt, gab es zum Frühstück Vollkorn-Waffeln mit Buttermilch, Kardamom, Piment und Zimt. Mhhh! Überall in der Küche brannten Kerzen und wir machten es uns so richtig gemütlich, nachdem wir unsere Stiefel geplündert hatten. Am frühen Nachmittag bekamen wir Lust, etwas zu unternehmen und so fuhren wir nach Rotenburg an der Fulda, um dort über den Weihnachtsmarkt und durch die schöne Altstadt zu schlendern. An vielen Wochenenden in diesem Jahr waren der Liebste und ich schon unterwegs und oft haben wir dabei Lust, ein neues Städtchen zu entdecken und ein bisschen über Land zu fahren. So war es auch dieses Mal. Der kleine Weihnachtsmarkt war wirklich schön, sehr gemütlich und auch nicht überlaufen. Die Kirche war außerdem geöffnet und dort bekam ich ein Stück des alten Dachstuhls, geölt und auf einem geschmiedeten Ständer. Diese Skulptur fügt sich ganz wunderbar in unser Büro und ich liebe es, das alte Holz zu betrachten. Abends gab es dann frische Bolognese-Sauce mit Spaghetti und dazu "Tatsächlich Liebe" - einer jener Weihnachtsfilme, die fast schon Tradition haben.
Am nächsten Adventswochenende (also auch am 12.) werden wir dann mal wieder in Berlin sein, worauf ich mich schon sehr freue!
Dazu muss man wissen, dass es mir schon seit dem Herbst unglaublich schwer fällt, morgens aus dem Bett zu kommen. Eigentlich kenne ich mich als Menschen, der häufig aufwacht und direkt 'da' ist. Ich kann - eigentlich, wie gesagt - schlecht im Bett liegenbleiben, mich nochmal rumdrehen und wieder wegdösen. Tja. Das Wetter und die Arbeitszeiten haben sich allerdings inzwischen verbündet und so muss ich zum einen nicht zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit am Morgen aufstehen, zum anderen kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann zum letzten Mal morgens die Sonne schien oder auch nur der Himmel klar war... Das führte dazu, dass ich ständig müde und erschöpft war, am liebsten nur noch geschlafen hätte und morgens irgendwie nichts mehr auf die Reihe kriegte. Dieser neue Wecker funktioniert bis jetzt aber wirklich gut. Er simuliert den Tagesanbruch und wird, innerhalb einer halben Stunde, heller und heller. So war ich dann heute morgen z.B. um acht Uhr wach und fühlte mich tatsächlich mal ausgeschlafen, yey! Noch dazu hat der Wecker auch eine Dämmerfunktion, die ich abends zum einschlafen nutze. Ich kuschele mich als ins Bett, stelle die Dämmerfunktion auf 30 Minuten und bekomme den Schluss meist schon gar nicht mehr mit...
Auf jeden Fall eine gute Sache für mich!
Am Sonntag, das erste Mal vom Tageslichtwecker gegen halb zehn geweckt, gab es zum Frühstück Vollkorn-Waffeln mit Buttermilch, Kardamom, Piment und Zimt. Mhhh! Überall in der Küche brannten Kerzen und wir machten es uns so richtig gemütlich, nachdem wir unsere Stiefel geplündert hatten. Am frühen Nachmittag bekamen wir Lust, etwas zu unternehmen und so fuhren wir nach Rotenburg an der Fulda, um dort über den Weihnachtsmarkt und durch die schöne Altstadt zu schlendern. An vielen Wochenenden in diesem Jahr waren der Liebste und ich schon unterwegs und oft haben wir dabei Lust, ein neues Städtchen zu entdecken und ein bisschen über Land zu fahren. So war es auch dieses Mal. Der kleine Weihnachtsmarkt war wirklich schön, sehr gemütlich und auch nicht überlaufen. Die Kirche war außerdem geöffnet und dort bekam ich ein Stück des alten Dachstuhls, geölt und auf einem geschmiedeten Ständer. Diese Skulptur fügt sich ganz wunderbar in unser Büro und ich liebe es, das alte Holz zu betrachten. Abends gab es dann frische Bolognese-Sauce mit Spaghetti und dazu "Tatsächlich Liebe" - einer jener Weihnachtsfilme, die fast schon Tradition haben.
Am nächsten Adventswochenende (also auch am 12.) werden wir dann mal wieder in Berlin sein, worauf ich mich schon sehr freue!
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12 von 12 | November
Donnerstag, 12. November 2015
Hui, die vorletzten "12 von 12" in diesem Jahr... Dieses Mal ebenfalls ein Arbeitstag, also mal schauen, wie es wohl wird.
Heute kann ich ausschlafen, während der Liebste zum Arzt muss. Ich kuschele mich nochmal ein und döse ein wenig vor mich hin, beschließe dann aber, doch aufzustehen. Ganz wichtig nach dem Aufstehen: Tee! Der macht sich sehr gut im neuen Kreativzimmer, welches durch die letzte Ausmist-Umräum-Geschichte entstanden ist.
Der Liebste kommt zurück und bringt mir - oh wie fein - einen Stutenmann mit! Gestern nach der Arbeit gab es keine mehr und so freue ich mich über dieses schöne (und leckere) Frühstück. Danach mache ich mich endlich daran, den diesjährigen Adventskalender fertigzustellen. Er wird über dem Schreibtisch des Liebsten hängen und ich hoffe, dass er sich sehr darüber freut. So früh war ich übrigens noch nie dran - aber ich habe mich daran gehalten, das Jahr über immer mal wieder Klenigkeiten zu sammeln, sodass mir nun nur noch zwei "Türchen" fehlen.
Zur Arbeit geht es heute mit dem Auto, was für ein Glück. Dort dann das Übliche - und dazu ein bisschen Gekritzel. So vertreibe ich mir die Zeit und hoffentlich auch meine Rücken-Nacken-Kopfschmerzen, die mich seit Tagen begleiten.
Schließlich hilft auch der Glückskäfer nicht mehr, ich muss mich krankmelden. Unterwegs rufe ich den Arzt an, der glücklicherweise noch Zeit für mich hat.
Der Weg dorthin ist ein bisschen länger, aber so schaffe ich es, endlich mein Buch zu beenden. "Ein ganzes Leben" heißt es und hat mich wirklich sehr berührt. Zum Abendessen gibt es Bagel, Obst mit Joghurt und - leider - eine Schmerztablette, deren Wirkung auf sich warten lässt.
Katzenflausch und eine Folge "Columbo" machen zum Glück alles wieder gut und langsam wirkt auch die Tablette. Da die mich aber immer sehr müde macht, geht's nun dann auch mal ins Bett!
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Heute kann ich ausschlafen, während der Liebste zum Arzt muss. Ich kuschele mich nochmal ein und döse ein wenig vor mich hin, beschließe dann aber, doch aufzustehen. Ganz wichtig nach dem Aufstehen: Tee! Der macht sich sehr gut im neuen Kreativzimmer, welches durch die letzte Ausmist-Umräum-Geschichte entstanden ist.
Der Liebste kommt zurück und bringt mir - oh wie fein - einen Stutenmann mit! Gestern nach der Arbeit gab es keine mehr und so freue ich mich über dieses schöne (und leckere) Frühstück. Danach mache ich mich endlich daran, den diesjährigen Adventskalender fertigzustellen. Er wird über dem Schreibtisch des Liebsten hängen und ich hoffe, dass er sich sehr darüber freut. So früh war ich übrigens noch nie dran - aber ich habe mich daran gehalten, das Jahr über immer mal wieder Klenigkeiten zu sammeln, sodass mir nun nur noch zwei "Türchen" fehlen.
Zur Arbeit geht es heute mit dem Auto, was für ein Glück. Dort dann das Übliche - und dazu ein bisschen Gekritzel. So vertreibe ich mir die Zeit und hoffentlich auch meine Rücken-Nacken-Kopfschmerzen, die mich seit Tagen begleiten.
Schließlich hilft auch der Glückskäfer nicht mehr, ich muss mich krankmelden. Unterwegs rufe ich den Arzt an, der glücklicherweise noch Zeit für mich hat.
Der Weg dorthin ist ein bisschen länger, aber so schaffe ich es, endlich mein Buch zu beenden. "Ein ganzes Leben" heißt es und hat mich wirklich sehr berührt. Zum Abendessen gibt es Bagel, Obst mit Joghurt und - leider - eine Schmerztablette, deren Wirkung auf sich warten lässt.
Katzenflausch und eine Folge "Columbo" machen zum Glück alles wieder gut und langsam wirkt auch die Tablette. Da die mich aber immer sehr müde macht, geht's nun dann auch mal ins Bett!
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Runde Tage
Freitag, 21. August 2015
Es gibt so Tage, die sind einfach rund - so wie mein heutiger. Ich konnte ausschlafen und in wunderbarer, neuer Bettwäsche aufwachen, danach war ich ausnahmsweise mal motiviert, noch vor dem Frühstück Sport zu machen. Zu Essen gab es leckerstes Zitronen-Müsli mit Joghurt und eine ganz große Tasse Tee. Den Vormittag vertrödelte ich am PC, erledigte so dies und das und nachdem ein lang ersehntes Päckchen eintraf, machten der Mann und ich uns mit den Rädern auf zur Markthalle. Der Weg dorthin war richtig schön und ich musste immer wieder stehenbleiben, um ein paar Bilder zu machen. In der Markthalle kauften wir dann Bohnen, Kartoffeln, frisches Brot, Äpfel, Möhren, Sellerie und ein paar Blumen. Wieder zu Hause angekommen machte ich mich sofort daran, Bohnensuppe zu kochen; die gibt es dann gleich mit geröstetem Brot. Zwischendurch fand ich noch die Zeit, Cookieteig zu machen und Schokocookies zu backen und die Küche ist auch schon wieder aufgeräumt.
Außerdem möchte ich gern nachher noch den Teig für ein Kartoffelbaguette ansetzen. Mal sehen, ob das was wird.
Außerdem möchte ich gern nachher noch den Teig für ein Kartoffelbaguette ansetzen. Mal sehen, ob das was wird.
Herbsttag
Freitag, 21. August 2015
Frühherbst ist es geworden - für mich zumindest. Andere mögen es Spätsommer nennen.
Ich freue mich auf die reifen Äpfel, darauf, vielleicht noch einmal Brombeeren zu ernten. Ich freue mich auf all die Marmeladen, die ich im Sommer gekocht habe, auf Wollsocken, Nebel auf den Feldern gegenüber. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich die Blätter färben, wie sich alles verändert. Ich mag das Gluckern der Heizung und morgens mit kalten Füßen noch einmal ins Bett schlüpfen; nur noch fünf Minuten. Die Sonne steht bereits tiefer und in den letzten Nächten war es angenehm kühl, sodass ich mich richtig in die Decke kuscheln mochte.
Im Herbst beginnt mein neuer Job, mit dem Mann geht es nach Wien zur verspäteten Hochzeitsreise. Einiges steht noch an, viel ist schon geschehen.
Und abends, da riecht es nicht mehr nach Sommer, es riecht nach Herbst. Ein ganz kleines bisschen.
Ich freue mich auf die reifen Äpfel, darauf, vielleicht noch einmal Brombeeren zu ernten. Ich freue mich auf all die Marmeladen, die ich im Sommer gekocht habe, auf Wollsocken, Nebel auf den Feldern gegenüber. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich die Blätter färben, wie sich alles verändert. Ich mag das Gluckern der Heizung und morgens mit kalten Füßen noch einmal ins Bett schlüpfen; nur noch fünf Minuten. Die Sonne steht bereits tiefer und in den letzten Nächten war es angenehm kühl, sodass ich mich richtig in die Decke kuscheln mochte.
Im Herbst beginnt mein neuer Job, mit dem Mann geht es nach Wien zur verspäteten Hochzeitsreise. Einiges steht noch an, viel ist schon geschehen.
Und abends, da riecht es nicht mehr nach Sommer, es riecht nach Herbst. Ein ganz kleines bisschen.
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
R. M. Rilke
Sommer
Samstag, 18. Juli 2015
Der Sommer ist da. Tagsüber ist es so warm, dass ich mich am liebsten gar nicht bewegen mag. Ich habe einen hellen Abdruck von den Schuhe, die ich am häufigsten trage (wenn ich nicht gerade barfuß laufe). Der Sommer schmeckt für mich nach Erdbeeren, Basilikum, Vanille und Johannisbeeren, er riecht nach Lavendel, Rosen, nach Feldern die langsam gelb werden. Er ist schwer und bunt und voll.
In den letzten Jahren mochte ich den Sommer nicht so gern, in Berlin war er mir zu schmutzigstaubig, zu laut und zu schwitzig. Hier kann ich in fünfzehn Minuten mit dem Rad an den See fahren, ich kann über die Straße laufen und bin am Fluss. Ich kann die Kühle des Waldes genießen, die abendliche Ruhe der Felder. Ich kann mich am staubigen Geruch der Straßen erfreuen, kurz bevor der Regen einsetzt. Sommer hier ist schön, vieles erinnert mich an meine Kindheit, an meine Jugend (die, wie ich nun spüre, wohl auch langsam vorbei ist).
Auf ein bisschen Berliner Sommer freue ich mich trotzdem - in zwei Wochen werde ich ein Wochenende dort verbringen. Für diese Zeit kann ich den - für mich - so anderen Sommer dort dann hoffentlich genießen (mit Sonne, vielleicht ein bisschen Wind und mit vielen (anderen) Sommergästen).
In den letzten Jahren mochte ich den Sommer nicht so gern, in Berlin war er mir zu schmutzigstaubig, zu laut und zu schwitzig. Hier kann ich in fünfzehn Minuten mit dem Rad an den See fahren, ich kann über die Straße laufen und bin am Fluss. Ich kann die Kühle des Waldes genießen, die abendliche Ruhe der Felder. Ich kann mich am staubigen Geruch der Straßen erfreuen, kurz bevor der Regen einsetzt. Sommer hier ist schön, vieles erinnert mich an meine Kindheit, an meine Jugend (die, wie ich nun spüre, wohl auch langsam vorbei ist).
“Ich sauge den Sommer in mich rein wie die Wildbienen den Honig”, sagte sie. “Ich sammele mir einen großen Sommerkuchen zusammen und von dem werde ich leben, wenn… wenn nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus er besteht?”
Und sie erzählte es Birk.
“Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze, voll von Sonnenlicht auf den Fichten und Regenschauern und all sowas. Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen. Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja, da hörst du, dass mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist.”
[aus: Ronja Räubertochter, von Astreid Lindgren]
Auf ein bisschen Berliner Sommer freue ich mich trotzdem - in zwei Wochen werde ich ein Wochenende dort verbringen. Für diese Zeit kann ich den - für mich - so anderen Sommer dort dann hoffentlich genießen (mit Sonne, vielleicht ein bisschen Wind und mit vielen (anderen) Sommergästen).
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