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Herbsttag

Freitag, 21. August 2015

Frühherbst ist es geworden - für mich zumindest. Andere mögen es Spätsommer nennen.
Ich freue mich auf die reifen Äpfel, darauf, vielleicht noch einmal Brombeeren zu ernten. Ich freue mich auf all die Marmeladen, die ich im Sommer gekocht habe, auf Wollsocken, Nebel auf den Feldern gegenüber. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich die Blätter färben, wie sich alles verändert. Ich mag das Gluckern der Heizung und morgens mit kalten Füßen noch einmal ins Bett schlüpfen; nur noch fünf Minuten. Die Sonne steht bereits tiefer und in den letzten Nächten war es angenehm kühl, sodass ich mich richtig in die Decke kuscheln mochte.
Im Herbst beginnt mein neuer Job, mit dem Mann geht es nach Wien zur verspäteten Hochzeitsreise. Einiges steht noch an, viel ist schon geschehen.
Und abends, da riecht es nicht mehr nach Sommer, es riecht nach Herbst. Ein ganz kleines bisschen.




Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
R. M. Rilke
 

27

Dienstag, 7. Juli 2015

twenty seven years twenty seven years old
the only thing i know
the only thing i get told
i've gotta sell out if i wanna get sold
don't want the devil to be taking my soul, I
write songs that come from the heart
i don't give a fuck if they get in to the chart or not
only way i can be
is to say what i see
and have no shadow hanging over me


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun


twenty seven years twenty seven years now
only thing i know
i know that i don't know how
to please everybody all of the time,
'cos everybody's always fucking changing their minds
a little bit faded
a little bit jaded
not gonna stop and i won't be persuaded
to write words i can't believe in
to see my face on a video screen

i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

twenty seven years twenty seven years done
written six hundred songs only twelve get sung
eighty seven thousand cigarettes have passed through these lungs
and every single day i wish i'd never smoked one

a week brushing my teeth and a week getting my haircut
eight years sleeping i'm still tired when i wake up
a whole year eating and i still lost weight fuck
five proper girlfriends and five messy breakups

twenty seven birthdays twenty seven new years
thirty thousand quid just so i could have a few beers
ever dying old hopes
ever growing new fears
don't know where i'm going but i know how i got here


i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done,
i'm a hungry heart i'm a loaded gun,
i don't know where i'm running but i know how to run
'cos running's the thing i've always done
i don't know what i'm doing but i know what i've done
i'm a hungry heart i'm a loaded gun

Sommer

Sonntag, 14. Juni 2015

»Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: "Dir will ich alles schenken! Du sollst solch ein rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." Dies ist ein solcher Tag.«






 



»Es müßte immer Juni sein, dachte sie. Und Abend. Verträumt und still wie der heutige.«
 

Eltern

Dienstag, 17. März 2015

Dein Vater ist kaputt
aber du bist es nicht
Zerbeult und verbogen
und vielleicht nicht ganz dicht
Aber irgendwo darunter bist du seltsam o.k
Beinah unversehrt unter allem, was weh tut

Ich weiss du willst helfen
Ich weiss du grämst dich
Ich weiss du willst abhauen
Ich weiss du schämst dich

Es ist okay jeder soll fliehen der kann
Wenn du den Fluchtwagen fährst
Schnall dich an

So viel kaputt
aber so vieles nicht
Jede der Scherben
spiegelt das Licht
So viel kaputt
aber zwischen der Glut
zwischen Asche und Trümmern
war irgendwas gut


[Wir sind Helden - Kaputt]

Great clouds roll over the hills / Bringing darkness from above

Donnerstag, 5. Juni 2014





But if you close your eyes,
Does it almost feel like
Nothing changed at all?
And if you close your eyes,
Does it almost feel like
You've been here before?
Die letzten Tage war meine Mama zu Besuch und es war - wie immer - so schön und entspannt. Wir unternehmen dann sehr viel, schauen gemeinsam Filme, essen sehr lecker; es ist auch für mich wie Urlaub!
Am Donnerstag kam sie spät an und wir bestellten Pizza und unterhielten uns noch lange Zeit. Am  nächsten Tag standen wir dann recht zeitig auf und entschieden uns nach einem ausgedehnten Frühstück, trotz des schlechten Wetters etwas nach draußen zu gehen und unterwegs einen Kaffee zu trinken. Abends gab es dann, wenn auch einen Tag zu spät, die gute grüne Soße (wie meine Mama sie macht) mit Pellkartoffeln und Ei (für sie) und im Anschluss daran sahen wir endlich "Das weiße Band" - ein toller, berührender, mich nachdenklich stimmender Film. Dann war auch schon Samstag und wir schlenderten ein wenig über eine Einkaufsstraße in der Nähe, ehe es für sie zu einer Gesichtsbehandlung mit Massage (ein Weihnachtsgeschenk von mir und dem Freund, welches nun endlich eingelöst wurde) ging. Am Abend gab es Gemüsecurry mit Reis, Naan, Bhatura und einem weiteren Film, "Es geschah am hellichten Tag" - wirklich spannend und sehr gut, auch wenn wir schon wussten, worum es ging. Ostersonntag frühstückten wir dann ausgiebig, suchten Osternester, sahen den Schneeflocken vor dem Fenster zu, redeten viel und schon mussten wir sie zum Bahnhof bringen und verabschieden, was für mich nach wie vor schwer ist, weil ich sie kaum gehen lassen mag. Der Freund und ich räumten dann ein wenig auf, sahen fern und nahmen am Abend ein entspannendes Bad.
Heute geht es dann zu den Eltern des Freundes und dafür ist gerade ein leckerer Apfelstrudel im Ofen und backt vor sich hin.
Nur noch wenige Tage und mein vorletztes Semester beginnt. Heute habe ich meine Seminare ausgewählt und ich hoffe, auch zu allen zugelassen zu werden. So wie es aussieht, wird es mein anstrengendstes Semester, doch ich freue mich darauf, den Trott der vorlesungsfreien Zeit (nur unterbrochen durch Arbeit) hinter mir zu lassen und endlich wieder mehr für meinen Kopf zu tun. Bis dahin muss ich jedoch noch eine Hausarbeit schreiben, bei der ich keinen rechten Anfang finden will, dass wird also meine Beschäftigung für die nächsten Tage sein.
Außerdem geht es morgen endlichendlichendlich zu Mumford & Sons und ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mich darauf freue!
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